Registrierung aller WLAN-Netze in Bern

3. April 2012

Berner Kantonspolizei will private Drahtlos-Netzwerke erfassen

Durch den Ende März 2012 veröffentlichten Bericht 2011 der Datenschutzaufsichtsstelle des Kantons Bern wurde bekannt, dass die Polizei alle WLAN-Netze in Städten, vor allem wohl in Bern, registrieren wollte. Auszug aus Seite 14 des Berichts:

Für besondere Einsätze – etwa bei Demonstrationen – kann die Polizei ihre Mitarbeitenden via GPS orten. Diese Ortung stösst in Gebäuden und in städtischen Gebieten aber an Grenzen. Die Polizei prüfte daher den Einsatz einer Ortung über – regelmässig von Privaten betriebene – Drahtlosnetzwerke. Das setzt das (für die Privaten nicht erkennbare) Erheben und Speichern der Drahtlosnetzwerkdaten voraus. Nachdem ein gleiches Vorgehen durch Google Street View zu vielen Fragen geführt hatte, liess die Polizei die Zulässigkeit des Vorgehens durch die Aufsichtsstelle prüfen. Da die gesetzliche Grundlage fehlt, war die Zulässigkeit zu verneinen.

Die Ortung aller Polizisten würde übrigens auch auf die andere Seite funktionieren: Wenn alle Betreiber von WLANs in Bern die Daten von allen Zugriffsversuchen an eine Zentrale senden würden, könnte (mit etwas Aufwand) die Standorte aller Polizisten online zur Verfügung gestellt werden, quasi ein Echtzeit Antennen-Suchlauf...

 

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