BGE Weitergabe von Informationen an Strassenverkehrsamt bei negativem THC-Befund im Blut

7. September 2017

Bun­des­ge­richt

Tri­bu­nal fédéral

Tri­bu­na­le fe­dera­le

Tri­bu­nal fe­deral

6B_942/2016

Ur­teil vom 7. Sep­tem­ber 2017

Straf­recht­li­che Ab­tei­lung

Be­set­zung

Bun­des­rich­ter De­nys, Prä­si­dent,

Bun­des­rich­te­rin Jac­que­moud-Ros­sa­ri,

Bun­des­rich­ter Ober­hol­zer, Rüe­di,

Bun­des­rich­te­rin Ja­met­ti,

Ge­richts­schrei­ber Mo­ses.

Ver­fah­rens­be­tei­lig­te

1. X.,

2. A. GmbH,

bei­de ver­tre­ten durch Rechts­an­walt B.,

3. B.,

Be­schwer­de­füh­rer,

ge­gen

Staats­an­walt­schaft des Kan­tons St. Gal­len, Schüt­zen­gas­se 1, 9001 St. Gal­len,

Be­schwer­de­geg­ne­rin.

Ge­gen­stand

Ent­schä­di­gung und Ge­nug­tu­ung (Ein­stel­lung),

Be­schwer­de ge­gen den Ent­scheid der An­kla­ge­kam­mer des Kan­tons St. Gal­len vom 8. Ju­ni 2016.

Sach­ver­halt:

A.

X. wur­de am 26. Ju­li 2015 um 3:50 Uhr als Len­ker ei­nes Per­so­nen­wa­gens von der Po­li­zei an­ge­hal­ten und kon­trol­liert. Ein Dro­gen­schnell­test lie­fer­te ein po­si­ti­ves Er­geb­nis auf Alt- und Frisch­kon­sum von Can­na­bis. In der Fol­ge wur­de ei­ne Blut- und Urin­pro­be ent­nom­men. Im Blut konn­te kein ak­ti­ver Can­na­bis­wirk­stoff (THC), son­dern nur THC-Car­bon­säu­re (ein in­ak­ti­ves Can­na­bis-Ab­bau­pro­dukt) nach­ge­wie­sen wer­den.

B.

In Be­zug auf den Tat­be­stand des Fah­rens in nicht fahr­fä­hi­gem Zu­stand ver­füg­te das Un­ter­su­chungs­amt Alt­stät­ten am 17. De­zem­ber 2015 die Ein­stel­lung des Ver­fah­rens. We­gen des vor­an­ge­gan­ge­nen Dro­gen­kon­sums er­liess es ei­nen Straf­be­fehl.

C.

X. und die A. GmbH er­ho­ben Be­schwer­de ge­gen die Ein­stel­lungs­ver­fü­gung. Die­se be­traf Fra­gen der Ent­schä­di­gun­gen und Ge­nug­tu­un­gen, der Ver­wert­bar­keit ver­schie­de­ner Be­weis­mit­tel so­wie der Mit­tei­lung der Ein­stel­lungs­ver­fü­gung an das Stras­sen­ver­kehrs­amt und die Po­li­zei.

Die An­kla­ge­kam­mer des Kan­tons St. Gal­len wies am 8. Ju­ni 2016 die Be­schwer­de ab, so­weit sie dar­auf ein­trat. Die Ver­fah­rens­kos­ten von ins­ge­samt Fr. 4'000.-- wur­den den Be­schwer­de­füh­rern (Fr. 2'000.--) und Rechts­an­walt B. als de­ren Rechts­ver­tre­ter (Fr. 2'000.--) un­ter so­li­da­ri­scher Haf­tung auf­er­legt.

D.

X., die A. GmbH und Rechts­an­walt B. füh­ren Be­schwer­de in Straf­sa­chen. Sie be­an­tra­gen, der Ent­scheid der An­kla­ge­kam­mer sei auf­zu­he­ben und die Sa­che sei an die Vor­in­stanz zu­rück­zu­wei­sen. Even­tua­li­ter sei­en X. ver­schie­de­ne Ent­schä­di­gun­gen und Ge­nug­tu­un­gen zu­zu­spre­chen. X. und der A. GmbH sei für das vor­in­stanz­li­che Ver­fah­ren ei­ne Par­tei­ent­schä­di­gung zu­zu­spre­chen; die vor­in­stanz­li­chen Ver­fah­rens­kos­ten sei­en auf die Staats­kas­se zu neh­men. Es sei fest­zu­stel­len, dass ver­schie­de­ne Ge­gen­stän­de, Un­ter­la­gen und Er­geb­nis­se un­ver­wert­bar sei­en; die da­mit ver­bun­de­nen Auf­zeich­nun­gen sei­en aus den Ak­ten zu ent­fer­nen oder zu schwär­zen und nach Ab­schluss des Ver­fah­rens zu ver­nich­ten. Von ei­ner Mit­tei­lung der Ein­stel­lungs­ver­fü­gung an das Stras­sen­ver­kehrs­amt des Kan­tons St. Gal­len so­wie an die In­nen­fahn­dung der Kan­tons­po­li­zei St. Gal­len sei ab­zu­se­hen. Vor dem Bun­des­ge­richt sei ei­ne münd­li­che Ver­hand­lung durch­zu­füh­ren.

Am 27. Sep­tem­ber 2016 wur­de Rechts­an­walt B. auf­ge­for­dert, ei­ne kür­ze­re Be­schwer­de­schrift ein­zu­rei­chen. Die­ser An­for­de­rung kam Rechts­an­walt B. am 21. Ok­to­ber 2016 nach.

E.

Das Un­ter­su­chungs­amt Alt­stät­ten be­an­tragt, die Be­schwer­de sei ab­zu­wei­sen. Die An­kla­ge­kam­mer ver­zich­tet auf ei­ne Ver­nehm­las­sung. Ei­ne Re­plik wur­de am 15. Mai 2017 ein­ge­reicht.

Er­wä­gun­gen:

1.

1.1. Die Be­schwer­de­füh­rer be­an­tra­gen, es sei ei­ne münd­li­che Par­tei­ver­hand­lung im Sin­ne von Art. 57 BGG durch­zu­füh­ren. Sie be­grün­den dies da­mit, dass es sich um zi­vil­recht­li­che An­sprü­che ge­mäss Art. 6 Ziff. 1 EM­RK hand­le und die Streit­sa­che auf­grund der Ak­ten oder von schrift­li­chen Par­tei­vor­brin­gen nicht ad­äquat ge­löst wer­den kön­ne, ins­be­son­de­re we­gen der Be­schrän­kun­gen der Sei­ten­zah­len, die ih­nen bei ih­ren Be­schwer­den auf­er­legt wor­den sei­en. Die Vor­in­stanz ha­be zwar ei­ne münd­li­che Ver­hand­lung durch­ge­führt, wel­che aber den ge­setz­li­chen An­for­de­run­gen nicht ge­nü­ge (Be­schwer­de, S. 3). Ge­rügt wird aus­ser­dem, die Vor­in­stanz ha­be die Be­schwer­de ge­gen die Ein­stel­lungs­ver­fü­gung der Staats­an­walt­schaft zu Un­recht als weit­schwei­fig qua­li­fi­ziert und die­se zur Ver­bes­se­rung zu­rück­ge­wie­sen, wo­bei an­ge­ord­net wor­den sei, dass die Be­schwer­de 15 Sei­ten nicht über­schrei­ten dür­fe. Eben­so ha­be sie die Re­de­zeit des An­wal­tes an­läss­lich der Ver­hand­lung auf 20 Mi­nu­ten be­schränkt. Bei­des ver­let­ze den An­spruch auf recht­li­ches Ge­hör (Be­schwer­de, S. 11 f.).

1.2. Die von der Vor­in­stanz zu be­ur­tei­len­den Fra­gen wa­ren - wie sich auch aus den nach­ste­hen­den Er­wä­gun­gen er­ge­ben wird - in tat­säch­li­cher und recht­li­cher Hin­sicht ein­fach. Selbst mit ei­ner Be­schrän­kung des Um­fan­ges der Be­schwer­de und der Re­de­zeit er­hiel­ten die Par­tei­en aus­rei­chend Ge­le­gen­heit, sich zur Streit­sa­che zu äus­sern. Ei­ne Ver­let­zung des An­spruchs auf recht­li­ches Ge­hör liegt dem­nach nicht vor und es recht­fer­tigt sich nicht, ei­ne münd­li­che Par­tei­ver­hand­lung im Sin­ne von Art. 57 BGG durch­zu­füh­ren, auf wel­che die Par­tei­en oh­ne­hin grund­sätz­lich kei­nen An­spruch ha­ben (Ur­teil 6B_147/2017 vom 18. Mai 2017 E. 1.2 mit Hin­wei­sen).

2.

2.1. Zur Be­schwer­de­le­gi­ti­ma­ti­on der A. GmbH (Be­schwer­de­füh­re­rin 2) stellt die Vor­in­stanz fest, dass X. (Be­schwer­de­füh­rer 1) ein­zi­ger Ge­sell­schaf­ter und Ge­schäfts­füh­rer die­ser Ge­sell­schaft sei und sich ge­mäss sei­nen Vor­brin­gen ei­nen we­sent­li­chen Teil des Um­sat­zes als Ein­kom­men aus­zah­le. Ein all­fäl­li­ger Scha­den der Be­schwer­de­füh­re­rin 2 er­ge­be sich, wenn über­haupt, dar­aus, dass dem Be­schwer­de­füh­rer 1 der Füh­rer­aus­weis ab­ge­nom­men wor­den sei. Die Be­schwer­de­füh­re­rin 2 sei da­her bloss in­di­rekt be­trof­fen und die von ihr gel­tend ge­mach­te Ein­bus­se stel­le ei­ne blos­se Re­flex­wir­kung dar. Dies ge­nü­ge aber nicht, um der Be­schwer­de­füh­re­rin 2 die Be­schwer­de­le­gi­ti­ma­ti­on zu­zu­er­ken­nen (Be­schluss, S. 5).

2.2. Die Be­schwer­de­füh­re­rin 2 rügt, die Vor­in­stanz ha­be ih­re Le­gi­ti­ma­ti­on zu Un­recht ver­neint. Die­se ver­ken­ne, dass der ma­te­ri­el­le Scha­den des Be­schwer­de­füh­rers 1 au­to­ma­tisch und di­rekt auch ihr Scha­den sei. Sie ha­be da­her ein recht­lich ge­schütz­tes In­ter­es­se an der Auf­he­bung der Ver­fü­gung der Staats­an­walt­schaft. Die vor­in­stanz­li­che Er­wä­gung, wo­nach der gel­tend ge­mach­te Scha­den ei­ne wirt­schaft­li­che Ein­bus­se dar­stel­le, wel­che wenn über­haupt aus dem Ent­zug des Füh­rer­aus­wei­ses re­sul­tie­re, sei falsch. Die Ein­stel­lungs­ver­fü­gung der Staats­an­walt­schaft ent­hal­te die Per­so­na­li­en des Be­schwer­de­füh­rers 1 mit der Be­rufs­be­zeich­nung und ei­ner Adres­se, die ih­rer ei­ge­nen ent­spre­che. Dass die A. GmbH... als Zweck ha­be, ge­he aus dem Han­dels­re­gis­ter­ein­trag her­vor, wel­cher öf­fent­lich ein­seh­bar sei. Durch die Zu­stel­lung der Ein­stel­lungs­ver­fü­gung an das Stras­sen­ver­kehrs­amt und an die Po­li­zei sei­en da­her auch ih­re ei­ge­nen Rech­te be­trof­fen. Sie sei da­her le­gi­ti­miert ge­we­sen, die Ein­stel­lungs­ver­fü­gung der Staats­an­walt­schaft an­zu­fech­ten. Die Vor­in­stanz ver­let­ze aus­ser­dem den An­spruch auf recht­li­ches Ge­hör, in­dem sie nicht fest­stel­le, dass der Be­schwer­de­füh­rer 1 al­lei­ni­ger In­ha­ber der Be­schwer­de­füh­re­rin 2 sei und sich ei­nen we­sent­li­chen Teil des Um­sat­zes als Ein­kom­men aus­zah­le.

2.3. Nach Art. 382 Abs. 1 StPO kann je­de Par­tei, die ein recht­lich ge­schütz­tes In­ter­es­se an der Auf­he­bung oder Än­de­rung ei­nes Ent­schei­des hat, ein Rechts­mit­tel er­grei­fen. Ein recht­lich ge­schütz­tes In­ter­es­se liegt nur vor, wenn der Be­schwer­de­füh­rer selbst in sei­nen ei­ge­nen Rech­ten un­mit­tel­bar und di­rekt be­trof­fen ist. Ei­ne blos­se Re­flex­wir­kung ge­nügt nicht (PA­TRICK GUI­DON, Die Be­schwer­de ge­mäss Schwei­ze­ri­scher Straf­pro­zess­ord­nung, 2011, S. 100 f.; VIK­TOR LIE­BER, in: Do­natsch/Hans­ja­kob/Lie­ber, Kom­men­tar zur Schwei­ze­ri­schen Straf­pro­zess­ord­nung, 2. Aufl. 2014, N. 7 zu Art. 382 StPO).

Der an­geb­li­che Scha­den der Be­schwer­de­füh­re­rin 2 wä­re selbst dann nur mit­tel­bar, wenn man der An­nah­me fol­gen wür­de, dass die­ser sich nicht aus der Ab­nah­me des Füh­rer­aus­wei­ses des Be­schwer­de­füh­rers 1 durch die Po­li­zei er­ge­ben wür­de, son­dern ei­ne Fol­ge des Um­stan­des sei, dass die Per­so­na­li­en des Be­schwer­de­füh­rers 1 auf der Ein­stel­lungs­ver­fü­gung ver­zeich­net sei­en. Die Vor­in­stanz ver­neint dem­nach zu Recht die Be­schwer­de­le­gi­ti­ma­ti­on der Be­schwer­de­füh­re­rin 2. Von ei­ner Ver­let­zung des An­spruchs auf recht­li­ches Ge­hör kann kei­ne Re­de sein, zu­mal die Vor­in­stanz ge­ra­de­zu fest­stellt, dass der Be­schwer­de­füh­rer 1 ein­zi­ger Ge­sell­schaf­ter und Ge­schäfts­füh­rer der Be­schwer­de­füh­re­rin 2 ist.

3.

3.1. Der Be­schwer­de­füh­rer 1 rügt ver­schie­dent­lich, die Vor­in­stanz ha­be ihm Ent­schä­di­gun­gen ver­wei­gert, die im Zu­sam­men­hang mit der Ab­nah­me des Füh­rer­aus­wei­ses durch die Po­li­zei ste­hen. Es han­delt sich hier­bei um Ver­tre­tungs­kos­ten von den Stras­sen­ver­kehrs­äm­tern der Kan­to­ne Grau­bün­den und St. Gal­len, Ver­dienst­aus­fall und Ta­xi­kos­ten (Be­schwer­de, S. 23 ff.).

3.2. Nach Art. 54 Abs. 3 SVG ver­hin­dert die Po­li­zei die Wei­ter­fahrt und nimmt den Füh­rer­aus­weis ab, wenn sich ein Fahr­zeug­füh­rer in ei­nem Zu­stand be­fin­det, der die si­che­re Füh­rung des Fahr­zeugs aus­schliesst, oder er aus ei­nem an­de­ren ge­setz­li­chen Grund nicht fah­ren darf. Das Bun­des­ge­richt hat be­reits fest­ge­hal­ten, dass die Re­ge­lung von Art. 54 Abs. 3 SVG zum Po­li­zei­recht ge­hört, wes­halb die Be­stim­mun­gen der Straf­pro­zess­ord­nung kei­ne An­wen­dung fin­den. All­fäl­li­ge Ent­schä­di­gungs­an­sprü­che (ein­schliess­lich An­walts­kos­ten), die im Zu­sam­men­hang mit der Ab­nah­me des Füh­rer­aus­wei­ses ste­hen, sind da­her im kan­to­na­len Ver­wal­tungs­ver­fah­ren gel­tend zu ma­chen (Ur­teil 6B_178/2015 vom 26. Au­gust 2015 E. 2 und 3.3 mit Hin­wei­sen). Dass die Ab­nah­me des Füh­rer­aus­wei­ses sich auf die­sel­ben Be­wei­se stüt­zen soll, die im Straf­ver­fah­ren ab­ge­nom­men wor­den sind, än­dert dar­an nichts. Die dies­be­züg­li­chen Rü­gen des Be­schwer­de­füh­rers 1 sind un­be­grün­det.

4.

4.1. In Be­zug auf die vom Be­schwer­de­füh­rer bei der Staats­an­walt­schaft ein­ge­reich­ten Ho­no­rar­no­ten hält die Vor­in­stanz fest, dass ei­ne das Straf­ver­fah­ren be­tref­fe, die bei­den an­de­ren das Ver­fah­ren vor den Stras­sen­ver­kehrs­äm­tern der Kan­to­ne Grau­bün­den und St. Gal­len. In der Ho­no­rar­no­te für das Straf­ver­fah­ren sei ei­ne Be­spre­chung des An­wal­tes mit dem Be­schwer­de­füh­rer 1 auf­ge­führt, wel­che aber auch das Ad­mi­nis­tra­tiv­ver­fah­ren be­tref­fe. Die­se Rech­nung um­fas­se zu­dem das gan­ze Straf­ver­fah­ren und nicht nur den Teil, der mit der Ein­stel­lungs­ver­fü­gung er­le­digt wur­de. Ei­ne ent­spre­chen­de Zu­tei­lung sei nicht er­folgt. Auf­grund der Ho­no­rar­no­ten sei da­her nicht klar, wel­cher Auf­wand ef­fek­tiv in wel­chem Ver­fah­ren an­ge­fal­len sei. Auf die vom Rechts­ver­tre­ter des Be­schwer­de­füh­rers 1 ein­ge­reich­ten Rech­nun­gen kön­ne des­halb nicht ab­ge­stellt wer­den. Das Ho­no­rar sei da­her er­mes­sens­wei­se auf­grund ei­ner Pau­scha­le fest­zu­le­gen. Die von der Staats­an­walt­schaft fest­ge­leg­te Par­tei­ent­schä­di­gung von Fr. 570.--, wel­che ei­nem Auf­wand von rund zwei Stun­den zu Fr. 250.-- zu­züg­lich Bar­aus­la­gen und Mehr­wert­steu­er ent­spre­che, sei an­ge­mes­sen und ge­nü­gend (Be­schluss, S. 6 f.).

4.2. Der Be­schwer­de­füh­rer 1 macht dies­be­züg­lich gel­tend, die Fest­stel­lun­gen der Vor­in­stanz zu der für das Straf­ver­fah­ren ein­ge­reich­ten Ho­no­rar­no­te sei­en ak­ten­wid­rig. In der von der Vor­in­stanz er­wähn­ten Ho­no­rar­no­te vom 9. De­zem­ber 2015 (Ak­ten Staats­an­walt­schaft, act. A10/1) sei­en nur Leis­tun­gen ver­zeich­net, die sich auf die durch die Staats­an­walt­schaft in Aus­sicht ge­stell­te Ein­stel­lung des Ver­fah­rens be­zie­hen. Der Auf­wand im Zu­sam­men­hang mit dem ihm vor­ge­wor­fe­nen Alt­kon­sum von Be­täu­bungs­mit­teln sei in der Par­tei­kos­ten­no­te vom 28. Ja­nu­ar 2016 (Ak­ten Staats­an­walt­schaft, act. V19) ent­hal­ten. Ent­ge­gen den Er­wä­gun­gen der Vor­in­stanz sei so­mit ei­ne kla­re Auf­tei­lung der an­walt­li­chen Leis­tun­gen er­folgt. Zu­dem sei es falsch, dass die Be­spre­chung vom 27. Ju­li 2015 da­zu ge­dient ha­be, das Ad­mi­nis­tra­tiv­ver­fah­ren zu be­spre­chen. Die Vor­in­stanz ver­let­ze Art. 6 der (kan­to­na­len) Ho­no­rar­ord­nung für Rechts­an­wäl­te und Recht­sagen­ten vom 22. April 1994 (SGS 963.75), wel­cher die Zu­spre­chung von Par­tei­kos­ten nach Er­mes­sen nur dann zu­las­se, wenn der Rechts­an­walt kei­ne Ho­no­rar­no­te ein­ge­reicht hat. Die von der Vor­in­stanz ge­währ­te pau­scha­le Ent­schä­di­gung von Fr. 570.-- ste­he in ei­nem kras­sen Miss­ver­hält­nis zum ef­fek­tiv auf­ge­lau­fe­nen und an­ge­mes­se­nen Auf­wand (Be­schwer­de, S. 19 ff.).

4.3. Die Staats­an­walt­schaft er­liess am 26. Ok­to­ber 2015 ei­ne Par­tei­mit­tei­lung ge­mäss Art. 318 Abs. 1 StPO. Sie stell­te dem Be­schwer­de­füh­rer 1 ei­ne Ein­stel­lungs­ver­fü­gung we­gen Fah­rens in nicht fahr­fä­hi­gem Zu­stand und ei­nen Straf­be­fehl we­gen Über­tre­tung nach Art. 19a BetmG in Aus­sicht (Ak­ten Staats­an­walt­schaft, act. V4). Der Be­schwer­de­füh­rer 1 nahm da­zu am 9. De­zem­ber 2015 Stel­lung (Ak­ten Staats­an­walt­schaft, act. A9). Er be­an­trag­te die voll­stän­di­ge Ein­stel­lung des Ver­fah­rens und äus­ser­te sich so­wohl zu der an­ge­kün­dig­ten Ein­stel­lungs­ver­fü­gung als auch zu dem in Aus­sicht ge­stell­ten Straf­be­fehl. Gleich­zei­tig reich­te er die zur Dis­kus­si­on ste­hen­de Par­tei­kos­ten­no­te ein. Ob­schon die­se in der Stel­lung­nah­me ein­zig im Ab­schnitt zur an­ge­kün­dig­ten Ein­stel­lung des Ver­fah­rens er­wähnt wird (S. 3), ent­hält sie den Auf­wand für die Aus­ar­bei­tung der Stel­lung­nah­me als sol­che. Dass es sich da­bei nur um den Teil han­deln soll, für wel­chen die Staats­an­walt­schaft die Ein­stel­lung des Ver­fah­rens an­ge­kün­digt hat­te, ist der Ho­no­rar­no­te nicht zu ent­neh­men. Die Par­tei­kos­ten­no­te vom 28. Ja­nu­ar 2016 (act. V19) wur­de erst spä­ter und als Bei­la­ge der Ein­sprache­be­grün­dung ge­gen den zwi­schen­zeit­lich er­gan­ge­nen Straf­be­fehl we­gen Über­tre­tung ge­gen das Be­täu­bungs­mit­tel­ge­setz ein­ge­reicht. Sie trägt den Ti­tel "Straf­ver­fah­ren vor dem Un­ter­su­chungs­amt Alt­stät­ten - Straf­be­fehl vom 17.12.2015, Ein­spra­che ge­gen Straf­be­fehl" und führt le­dig­lich ein Pau­schal­ho­no­rar auf. Ei­ne Auf­lis­tung ein­zel­ner Po­si­tio­nen ist die­ser Rech­nung nicht zu ent­neh­men. Es ist nicht zu be­an­stan­den, wenn die Vor­in­stanz da­von aus­geht, dass die Ho­no­rar­no­te vom 9. De­zem­ber 2015 be­reits Leis­tun­gen ent­hält, die im Zu­sam­men­hang mit dem da­mals in Aus­sicht ge­stell­ten Straf­be­fehl we­gen Be­täu­bungs­mit­tel­kon­sums er­bracht wor­den sind, und ei­ne Auf­tei­lung dem­nach nicht er­folgt sei.

Bei der vom Be­schwer­de­füh­rer ins Feld ge­führ­ten Ho­no­rar­ord­nung für Rechts­an­wäl­te und Recht­sagen­ten han­delt es sich um ein kan­to­na­les Re­gle­ment, des­sen An­wen­dung das Bun­des­ge­richt un­ter dem be­schränk­ten Blick­win­kel der Will­kür oder an­de­rer ver­fas­sungs­mäs­si­ger Rech­te prüft (Art. 95 BGG; BGE 141 I 105 E. 3.3.1 mit Hin­wei­sen). Nach Art. 6 der er­wähn­ten Ho­no­rar­ord­nung wer­den Par­tei­kos­ten nach Er­mes­sen zu­ge­spro­chen, wenn der Rechts­an­walt kei­ne Ho­no­rar­no­te ein­ge­reicht hat. Die Vor­in­stanz ver­letzt das Will­kür­ver­bot nicht, wenn sie die­se Norm auf den vor­lie­gen­den Fall an­wen­det, in wel­chem die ein­ge­reich­ten Ho­no­rar­no­ten kei­nen Auf­schluss dar­über er­mög­li­chen, wel­cher Auf­wand in wel­chem Ver­fah­ren an­ge­fal­len ist. Die Vor­in­stanz über­schrei­tet das ihr zu­ste­hen­de Er­mes­sen im Er­geb­nis nicht, in­dem sie dem Be­schwer­de­füh­rer 1 für die Auf­wen­dun­gen sei­nes Rechts­ver­tre­ters im Zu­sam­men­hang mit dem Teil des Straf­ver­fah­rens, wel­ches ein­ge­stellt wor­den ist, ei­ne pau­scha­le Ent­schä­di­gung von Fr. 570.-- ge­währt. Der zu be­ur­tei­len­de Sach­ver­halt war - trotz den an­ders­lau­ten­den Vor­brin­gen des Be­schwer­de­füh­rers - so­wohl in tat­säch­li­cher als auch in recht­li­cher Hin­sicht äus­serst sim­pel, wo­mit sich ei­ne hö­he­re Ent­schä­di­gung - selbst un­ter Be­rück­sich­ti­gung ei­ner an­ge­mes­se­nen Be­spre­chungs­zeit - nicht recht­fer­tigt.

5.

5.1. Der Be­schwer­de­füh­rer 1 rügt, die Blut­ent­nah­me sei rechts­wid­rig an­ge­ord­net wor­den. Dem­nach ha­be er nach Art. 431 Abs. 1 StPO An­spruch auf Ent­schä­di­gung und Ge­nug­tu­ung.

5.2. Nach Art. 55 Abs. 3 lit. a SVG (in der bis zum 30. Sep­tem­ber 2016 gel­ten­den Fas­sung) ist ei­ne Blut­pro­be an­zu­ord­nen, wenn An­zei­chen von Fahr­un­fä­hig­keit vor­lie­gen. So­weit Mass­nah­men zur Fest­stel­lung der Fahr­un­fä­hig­keit auf­grund des Ver­dachts ei­ner Wi­der­hand­lung ge­gen das Stras­sen­ver­kehrs­ge­setz oder an­de­rer Ge­set­ze durch­zu­füh­ren sind, han­delt es sich um Be­weis­ab­nah­men im Sin­ne der StPO. Die­se re­gelt auch die Zu­stän­dig­keit für die Durch­füh­rung und An­ord­nung sol­cher Mass­nah­men, wes­halb das Stras­sen­ver­kehrs­ge­setz kei­ne ent­spre­chen­den Be­stim­mun­gen mehr ent­hält. Für die An­ord­nung der Blut­ent­nah­me ist nach Art. 198 Abs. 1 lit. a StPO die Staats­an­walt­schaft zu­stän­dig. Ei­ne sol­che An­ord­nung kann ge­mäss Art. 241 Abs. 1 StPO auch zu­nächst münd­lich, mit­hin te­le­fo­nisch durch den Pi­kett­staats­an­walt er­fol­gen (Ur­tei­le 6B_532/2016 vom 15. De­zem­ber 2016 E. 1.4.1; 6B_996/2016 vom 11. April 2017 E. 3.3; mit Hin­wei­sen). Bei der Blut­ent­nah­me han­delt es sich um ei­ne Zwangs­mass­nah­me, wel­che selbst dann von der Staats­an­walt­schaft an­ge­ord­net wer­den muss, wenn der Be­trof­fe­ne in die­se ein­wil­ligt. Für ei­ne kan­to­na­le Be­stim­mung, wel­che die Zu­stän­dig­keit für die An­ord­nung ei­ner Blut­pro­be un­ter be­stimm­ten Be­din­gun­gen der Po­li­zei über­trägt, be­steht kein Raum (Ur­teil 6B_1000/2016 vom 4. April 2017 E. 2.3.1 und 2.3.2 mit Hin­wei­sen). Hin­zu­wei­sen ist in die­sem Zu­sam­men­hang dar­auf, dass in Fäl­len, in wel­chen An­zei­chen auf Fahr­un­fä­hig­keit be­ste­hen, die aus­schliess­lich auf Al­ko­hol­ein­fluss zu­rück­zu­füh­ren sind, ei­ne Blut­pro­be nur noch in Aus­nah­me­fäl­len an­zu­ord­nen ist (vgl. Art. 55 Abs. 3 und 3bis SVG so­wie Art. 12 der Ver­ord­nung über die Kon­trol­le des Stras­sen­ver­kehrs vom 28. März 2007 [Stras­sen­ver­kehrs­kon­troll­ver­ord­n­u­ng, SKV, SR 741.013] in den seit 1. Ok­to­ber 2016 gel­ten­den Fas­sun­gen). Wei­ter­hin er­for­der­lich bleibt die An­ord­nung ei­ner Blut­pro­be zum Nach­weis an­de­rer Sub­stan­zen als Al­ko­hol (Art. 55 Abs. 3 lit. a SVG und Art. 12a SKV in den seit 1. Ok­to­ber 2016 gel­ten­den Fas­sun­gen). Von den Fäl­len, in wel­chen An­zei­chen für ei­ne Fahr­un­fä­hig­keit be­ste­hen, dürf­te es sich hier­bei um ei­ne Min­der­heit han­deln.

Die Blut­pro­be wur­de oh­ne Zu­tun der Staats­an­walt­schaft von der Po­li­zei an­ge­ord­net (Ak­ten Staats­an­walt­schaft, act. A4). Es han­delt sich so­mit um ei­ne rechts­wid­ri­ge Zwangs­mass­nah­me im Sin­ne von Art. 431 Abs. 1 StPO. Die Be­schwer­de ist in die­sem Punkt be­grün­det und die Sa­che ist an die Vor­in­stanz zu­rück­zu­wei­sen, da­mit die­se über die dar­aus ent­ste­hen­den An­sprü­che des Be­schwer­de­füh­rers 1 be­fin­det.

6.

6.1. Der Be­schwer­de­füh­rer 1 rügt, für die Mit­tei­lung der Ein­stel­lungs­ver­fü­gung an das Stras­sen­ver­kehrs­amt des Kan­tons St. Gal­len so­wie an die In­nen­fahn­dung der Kan­tons­po­li­zei St. Gal­len be­ste­he kei­ne ge­setz­li­che Grund­la­ge.

6.2. Nach Art. 73 Abs. 1 StPO sind die Mit­glie­der von Straf­be­hör­den ver­pflich­tet, Still­schwei­gen hin­sicht­lich Tat­sa­chen zu be­wah­ren, die ih­nen in Aus­übung ih­rer amt­li­chen Tä­tig­keit zur Kennt­nis ge­langt sind. Art. 75 Abs. 4 StPO be­stimmt, dass Bund und Kan­to­ne die Straf­be­hör­den zu Mit­tei­lun­gen an Be­hör­den ver­pflich­ten oder be­rech­ti­gen kön­nen.

Nach Art. 104 Abs. 1 SVG müs­sen die Po­li­zei- und Straf­be­hör­den der zu­stän­di­gen Be­hör­de al­le Wi­der­hand­lun­gen mel­den, die ei­ne im Stras­sen­ver­kehrs­ge­setz vor­ge­se­he­ne Mass­nah­me nach sich zie­hen könn­ten. Im kan­to­na­len Recht be­steht ei­ne Mel­de­pflicht an das Si­cher­heits- und Ge­sund­heits­de­par­te­ment bei Wi­der­hand­lun­gen ge­gen Stras­sen­ver­kehrs- und Schiff­fahrts­vor­schrif­ten (Art. 33 Abs. 1 und 3 des Ein­füh­rungs­ge­set­zes zur Schwei­ze­ri­schen Straf- und Ju­gend­straf­pro­zess­ord­nung vom 3. Au­gust 2010 [EG-StPO/SG, SGS 962.1] in Ver­bin­dung mit Art. 8 lit. f Ziff. 2 der Straf­pro­zess­ver­ord­nung vom 23. No­vem­ber 2010 [StPV, SGS 962.11]). Die Vor­in­stanz er­wägt, dass die­se Mel­de­pflicht auch die Mit­tei­lung um­fas­se, wie das Straf­ver­fah­ren ab­ge­schlos­sen wur­de (Be­schluss, S. 14). Die Ein­stel­lungs­ver­fü­gung wur­de er­las­sen, weil der Be­schwer­de­füh­rer 1 nicht im fahr­un­fä­hi­gen Zu­stand ge­fah­ren war. So­mit liegt ge­ra­de kei­ne Wi­der­hand­lung vor, wel­che dem Stras­sen­ver­kehrs­amt zu mel­den wä­re. Auch ist nicht er­kenn­bar, in­wie­fern die zur Dis­kus­si­on ste­hen­de Ein­stel­lungs­ver­fü­gung ei­ne Ad­mi­nis­tra­tiv­mass­nah­me nach sich zie­hen könn­te. Für die Mit­tei­lung an das Stras­sen­ver­kehrs­amt be­steht so­mit kei­ne ge­setz­li­che Grund­la­ge.

Die Vor­in­stanz er­wägt, dass auch der In­nen­fahn­dung der Kan­tons­po­li­zei St. Gal­len, wel­che den Fall rap­por­tier­te und als Be­hör­de, wel­che nach Art. 12 lit. c des (kan­to­na­len) Po­li­zei­ge­set­zes vom 10. April 1980 (PG/SG, SGS 451.1) den Ver­kehr auf öf­fent­li­chen Stras­sen zu über­wa­chen und zu re­geln ha­be, Mit­tei­lung über den Ab­schluss des Ver­fah­rens zu ma­chen sei (Be­schluss, S. 14 f.). Art. 12 PG/SG lis­tet ein­zig die Auf­ga­ben der Po­li­zei auf. Sie stellt kei­ne ge­setz­li­che Grund­la­ge für die Mit­tei­lung der Ein­stel­lungs­ver­fü­gung dar.

7.

Die Be­schwer­de ist teil­wei­se gut­zu­heis­sen; die Sa­che ist zu neu­er Ent­schei­dung an die Vor­in­stanz zu­rück­zu­wei­sen. Es er­üb­rigt sich so­mit, auf die wei­te­ren Rü­gen der Be­schwer­de­füh­rer ein­zu­ge­hen.

8.

Die Par­tei­en tra­gen die Kos­ten des Ver­fah­rens im Um­fang ih­res je­wei­li­gen Un­ter­lie­gens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Be­schwer­de­füh­rer 1 un­ter­liegt mit sei­nen An­trä­gen teil­wei­se, die Be­schwer­de­füh­re­rin 2 voll­stän­dig. Als Fol­ge der Rück­wei­sung der Sa­che an die Vor­in­stanz wur­den die An­trä­ge des Be­schwer­de­füh­rers 3 nicht be­han­delt, wes­halb ihm für das bun­des­ge­richt­li­che Ver­fah­ren kei­ne Kos­ten auf­zu­er­le­gen sind. Der Be­schwer­de­füh­rer 1 hat im Um­fang sei­nes Ob­sie­gens An­spruch auf ei­ne an­ge­mes­se­ne Par­tei­ent­schä­di­gung (Art. 68 Abs. 2 BGG).

Dem­nach er­kennt das Bun­des­ge­richt:

1.

Die Be­schwer­de wird teil­wei­se gut­ge­heis­sen. Der Ent­scheid der An­kla­ge­kam­mer des Kan­tons St. Gal­len vom 8. Ju­ni 2016 wird auf­ge­ho­ben und die Sa­che zu neu­er Ent­schei­dung an die Vor­in­stanz zu­rück­ge­wie­sen. Im Üb­ri­gen wird die Be­schwer­de ab­ge­wie­sen.

2.

Dem Be­schwer­de­füh­rer 1 wer­den Ge­richts­kos­ten von Fr. 1'000.-- auf­er­legt.

3.

Der Be­schwer­de­füh­re­rin 2 wer­den Ge­richts­kos­ten von Fr. 2'000.-- auf­er­legt.

4.

Der Kan­ton St. Gal­len hat dem Be­schwer­de­füh­rer 1 ei­ne Par­tei­ent­schä­di­gung von Fr. 1'500.-- zu be­zah­len.

5.

Die­ses Ur­teil wird den Par­tei­en und der An­kla­ge­kam­mer des Kan­tons St. Gal­len schrift­lich mit­ge­teilt.

Lau­sanne, 7. Sep­tem­ber 2017

Im Na­men der Straf­recht­li­chen Ab­tei­lung

des Schwei­ze­ri­schen Bun­des­ge­richts

Der Prä­si­dent: De­nys

Der Ge­richts­schrei­ber: Mo­ses

 

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